Das Land

Allgemeines über Bolivien

Bolivien ist das ärmste Land Südamerikas. Mit ca. 9,7 Mio. Einwohner und einer Fläche , etwa dreimal so groß wie Deutschland ist, ist es sehr dünn besiedelt. Über 60% der Bevölkerung ist Indigen. Die am häufigsten vertretenen Volkstämme in Bolivien sind die Quechua und die Aymara.  So sind deren gleichnamige Sprachen Quechua, Aymara und Guarani neben Spanisch anerkannte Landessprachen.

Die offizielle Hauptstadt Boliviens ist Sucre, wobei sich der Regierungssitz weiterhin in La Paz befindet.

Aufgrund der enormen Höhenunterschiede gliedert sich Bolivien in drei verschiedene Klimazonen, die sich wiederum in viele kleinere Zonen einteilen lassen. Im Tiefland herrscht tropisches Klima, das unter anderem auf den Regenwald zurückzuführen ist. Im Altiplano (Hochland) und den Kordilleren herrscht kühleres Klima. Gemäßigtes Klima, dass sich hingegen in den Tälern der Anden vorfindet.

Die bolivianische Bevölkerung lebt überwiegend von der Landwirtschaft und  dem Bergbau.

In tropischen Gebieten werden Baumwolle, Zitrusfrüchte, Zuckerrohr, Sojabohnen, Kartoffeln, Reis und Kaffee, aber auch viel Coca (eine traditionelle Pflanze) angebaut. Coca spielt kulturell eine wichtige Rolle. Neben der religiösen Verwendung wird es gekaut um Hunger, Müdigkeit und Kälte zu vertreiben. Leider nimmt aber auch der illegale Export von Cocapaste zur Herstellung von Kokain stark zu. Bolivien ist Exporteur von landwirtschaftlichen Produkten, Metallen, Erdgas und Öl.

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