Medizinische Situation in Bolivien

Die medizinischeSitution ist mit dem deutschen Standard nicht zu vergleichen.

In vielen Dörfern gibt es nur unzureichende medizinische Versorgung, so dass die Menschen auch in Notfällen, häufig weite Strecken zurücklegen müssen, um in den größeren Städten behandelt zu werden.

Die wenigsten Einwohner Boliviens sind Kranken- oder Unfallversichert, da es von Seiten des Staates keine gesetzliche Versicherungspflicht gibt. So müßten die bolivianische Bevölkerung sich selbst versichern, was aber aus Geldmangel und mangelnder Einsicht zum größten Teil nicht der Fall ist. Bei Unfall oder Krankheit fehlt es dann häufig an Geld um für die medizinische und auch therapeutische Behandlung aufzukommen.

Es gibt von staatlicher Seite zunehmend das Bestreben die Sitution gerade für behinderte Menschen zu verbessern, wobei es deutlich an der Umsetzung hapert und es auch an Aufklärung über die Rechte behinderte Menschen mangelt. So bekommen Personen mit einem bstimmten Grad an Behinderung viele Dienstleistungen gratis bzw. zahlen  nur die Hälfte. (z.B. Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln)

Allerdings gibt es keine  einheitlichen Maßstäbe und Kriterien zur Festlegung des Schweregrads der  Behinderungen, so hat jedes Departamento seine eigenen Verfahren und sehr abweichende Ergebnisse.

Durch mangelnde Aufklärung wird in vielen Familien ein behindertes Familienmitglied häufig noch als Schande oder auch als Strafe Gottes angesehen und  die damit verbundene Scham  erschwert die soziale Integration behinderter Menschen in die Familie und  in die Gesellschaft erheblich.

Einrichtungen für behinderte Kinder  und Erwachsene gibt es nur in den größeren Städten. Selbst innerhalb der Stadt können sich viele Familien die Kosten für öffentliche Verkehrsmittel nicht leisten, sodass viele Kinder mit Behinderung keine adäquate Behandlung bekommen können.